Laufen im Herbst: Die besten Tipps und Inspirationen für dein Training

Ein Läufer im Herbst

Der Herbst ist da! Willkommen in der Jahreszeit des Nieselregens, des Nebels und des grauen Himmels. Wir motten dann mal unsere Laufschuhe ein und zählen die Tage, bis es endlich wieder wärmer wird …

Kleiner Scherz 😉

Für Katrin und mich ist der Herbst (dicht gefolgt vom Frühling) die schönste Jahreszeit zum Laufen überhaupt! In diesem Beitrag will ich dich mit unserer Herbstlauf-Liebe anstecken und dir unsere besten Tipps für eine sportliche „goldene Jahreszeit“ geben.

Egal ob du also einen Anstoß brauchst, um ein Motivationstief zu überwinden, oder nach neuen Ideen für dein Training suchst – es ist auf jeden Fall etwas für dich dabei!

Warum Laufen im Herbst so toll ist

Starten wir mit einer Klarstellung: Natürlich hat jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz, und wir schätzen es sehr, dass wir beim Laufen die Veränderungen in der Natur hautnah erleben dürfen. Trotzdem trifft der Herbst in vielen Punkten eine „goldene Mitte“, die ihn für uns zur perfekten Lauf-Jahreszeit machen:

#1 Perfekte Lauftemperaturen

Keine eiskalten Hände und Füße wie im Winter, keine Hitzeschlachten mit Sonnenstichgefahr wie im Sommer: Die meist kühlen bis milden Temperaturen im Herbst sind einfach ideal fürs Laufen! Je nach Kälteempfinden kann man die dicken Winterklamotten oft sogar noch im Schrank lassen und in kurzen Hosen und Laufshirt trainieren.

#2 Keine Sonnenbrandgefahr

Der Geruch von Sonnencreme erinnert mich immer an Urlaub am Strand. Das ist aber auch schon so ziemlich das Einzige, was ich daran mag, und ich finde es eher lästig, dass ich mich im Sommer vor dem Laufen mit dem klebrigen Zeug einschmieren muss. Ganz abgesehen davon, dass sich die Sonnencreme gerne mit dem Schweiß vermischt und in dieser Kombination dann zuverlässig den Weg in meine Augen findet. Im Herbst kann ich mir die Sonnencreme beim Laufen sparen (und mit etwas Glück trotzdem die goldene Herbstsonne genießen).

#3 Keine Mücken in den Augen

Als vegan lebender Mensch versuche ich, größtmögliche Toleranz gegenüber anderen Lebewesen an den Tag zu legen. Bei den Mückenschwärmen, die sich im Sommer immer genau auf Augenhöhe über meine Laufstrecken bewegen, fällt mir das aber gar nicht so leicht … Im Herbst kann ich laufen, ohne dass dabei zig Mücken an meinem verschwitzten Hals ihr Ende finden – und ohne mir über dieses moralische Dilemma Gedanken machen zu müssen 😉

#4 Laufen ohne Trinkflaschen oder -rucksack

Okay, eigentlich bin ich sehr zufrieden mit meinem Trinkrucksack und spüre ihn kaum beim Laufen. Trotzdem geht für mich nichts über das ganz unbeschwerte Laufgefühl nur mit einem Paar Laufschuhen an den Füßen, einer Flatterhose und einem lockeren Laufshirt am Körper. Im Herbst kann ich auch länger unterwegs sein, ohne etwas zu trinken mitzunehmen, und das ist für mich definitiv ein weiterer Pluspunkt!

#5 Gute Luft

Über einige meiner bisherigen Punkte kann man sicherlich diskutieren, aber wahrscheinlich stimmst du mir zu, dass die Luft im Herbst über allem erhaben ist. Gerade nach den Sommermonaten, in denen die Luft oft zu stehen scheint, ist der Kontrast noch einmal deutlicher. Und wenn sich dann auch noch der Geruch von nassem Laub dazugesellt, wünscht man sich doch, dass der Herbstlauf niemals endet, oder?

#6 Tolle Herbststimmung

Der Herbst ist auch als die „goldene Jahreszeit“ bekannt, und tatsächlich haben Herbsttage oft eine ganz besondere Atmosphäre. Das gedämpfte Licht, die Farben des Laubes und der oben schon erwähnte, unvergleichliche Herbstgeruch machen jeden Lauf zu einem meditativen Erlebnis. Perfekt um abzuschalten, zur Ruhe zu kommen und die Gedanken treiben zu lassen.

#7 Laufen ohne Trainingsplan

Der Herbst ist auch die Zeit, um nach einer durchgetakteten Saison wieder das Laufen um des Laufens Willen zu entdecken: Einfach mal die Laufschuhe schnüren und die Hausrunde genießen, statt einen Trainingsplan „abzuarbeiten“ und dabei immer die Pace- und Herzfrequenzwerte im Blick zu behalten. Nicht falsch verstehen: Ich liebe beide Seiten des Laufens, das ambitionierte, zielgerichtete genauso wie das meditative und entspannte. Alles zu seiner Zeit, wie es so schön heißt. Aber der Herbst ist für mich ganz klar die Zeit der Genussläufe!

Das waren meine sieben Gründe, warum ich im Herbst besonders gerne Laufen gehe. Stimmst du mir zu, oder hast du noch einen ganz anderen Grund? Schreib es gerne in die Kommentare!

So holst du das Beste aus deinem Herbsttraining raus

Jetzt hast du hoffentlich richtig Lust auf deinen nächsten Herbstlauf bekommen. Aber wie trainiert man eigentlich im Herbst, wenn gerade kein Wettkampf in Sicht ist und man keinem Trainingsplan folgen kann?

Hier sind ein paar Ideen:

#1 Leg den Fokus auf die Grundlagen

Gerade wenn du in den letzten Monaten intensiv trainiert hast, um dich zum Beispiel auf einen (Halb-)Marathon vorzubereiten oder eine Bestzeit zu knacken, darfst du jetzt einen Gang zurückschalten. Der Herbst ist die ideale Zeit für Grundlagenläufe in deinem „Wohlfühltempo“ – also einem Tempo, bei dem du dich noch unterhalten kannst, ohne ins Schnaufen zu kommen.

Auch längere Läufe sind natürlich erlaubt, aber versuche jetzt einfach mal, den Druck aus dem Training herauszunehmen, seltener auf die Uhr zu schauen und einfach nur die Bewegung an der frischen Luft zu genießen. So wirst du in einigen Wochen oder Monaten mit frischer Energie und neuem Fokus in die nächste Laufsaison starten.

#2 Arbeite an deinen Schwachstellen

Ja ich weiß, das ist ein alter Hut – aber es ist wirklich immer eine gute Idee, an den individuellen Schwachstellen zu arbeiten! Und es gibt kaum eine bessere Zeit dafür als jetzt, wenn du dein Laufpensum etwas zurückschraubst und dadurch in deinem Trainingsplan mehr Platz für Alternativ- und Ergänzungstraining bleibt.

Katrin und ich mögen es minimalistisch, und bevorzugen deshalb Kraft- und Stabiübungen mit dem eigenen Körpergewicht und einigen (kostengünstigen) Trainingsgeräten. In diesen Beiträgen findest du mehr Infos dazu:

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Wettkampfcheckliste

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#3 Probiere mal etwas Neues aus

Und schließlich eignet sich der Herbst ideal dafür, in Sachen Sport mal etwas Neues auszuprobieren. Jetzt kannst du experimentieren, ohne dass dadurch ein lange geplanter Wettkampf in Gefahr geraten würde.

Wir haben auf diese Weise in den letzten Monaten gleich zwei Dinge entdeckt, die unser Training seitdem enorm bereichern und uns sportlich weitergebracht haben: Das Indoor Rudern (hier erfährst du mehr darüber) und eine tägliche, 15-minütige Stretching-Routine, mit der wir unsere Beweglichkeit spürbar verbessern konnten (wir arbeiten übrigens aktuell an einem eigenen Stretching-Kurs für Läufer:innen, der in wenigen Wochen erscheinen wird).

Und natürlich bin ich jetzt gespannt, wie du deinen sportlichen Herbst gestalten wirst. Steht noch ein Laufevent bei dir an? Welche Tipps kannst du noch ergänzen? Ich freue mich auf deine Rückmeldung in den Kommentaren!

Noch mehr Tipps fürs Laufen im Herbst

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