Challenge Roth 2024 – Jan Stratmann: „Ich kann hier nur überraschen!“

„Willkommen beim Challenge Roth 2024!“ heißt es auch für Roth-Rookie Jan Stratmann. Für seine zweite Langdistanz hat sich der smarte NRWler nichts weniger als den Frankenklassiker ausgesucht – und ist mit geschicktem Understatement im Gepäck angereist. (Text: Lena; Bild: Tom Schlegel)

Ja, wir sind Fan von Jan Stratmann und stehen dazu. Punkt. Und es ist möglich, dass das nach diesem Wochenende für noch mehr Menschen in Triathlon-Deutschland gilt. Denn eines ist klar: Es mag seine erste Langdistanz auf deutschem Boden sein. Aber das heißt nicht, dass er beim Challenge Roth 2024 unter dem Radar fliegt. Im Gegenteil …

Die Szene, die Presse und letztlich auch seine Konkurrenten haben Jan auf dem Schirm. Aber deswegen nervös werden? Wäre nicht sein Ding. Der „King of Style & Understatement“ scheint den Trubel von Roth bestens zu meistern, wirkt relaxt trotz Terminstress. Vielleicht auch, weil ihm die letzten Rennen das passende Selbstbewusstsein gegeben haben könnten – vom epischen Sprint-Finish in Valencia bis hin zum nächsten Podestplatz auf Mallorca.

Wenn er seinen aktuell 15. Platz im PTO-Ranking halten kann, dürfte 2025 gleich noch mehr Racing mit sich bringen. Und nachdem das Langdistanz-Debüt im Oktober beim Ironman Portugal Cascais ja direkt mit Platz 7 und einer beeindruckenden Rad-Performance endete, ist auch folgende Frage durchaus angemessen: Wie wär’s eigentlich mit einer Reise Richtung Hawaii …?

Pushing Limits: Ein bisschen epische Musik gab es ja jetzt schon bei der Pressekonferenz. Bist du jetzt ganz angekommen in dieser speziellen Roth-Stimmung?
Jan Stratmann: Bevor ich zu einem Rennen komme, bin ich nach wie vor immer nervös, weiß nicht, wohin mit mir – und sobald ich vor Ort bin, fahre ich erst einmal runter. Roth ist aber definitiv größer als alles, was ich jetzt jemals vorher erlebt habe. Es herrscht eben mehr Trubel und das merke ich dann auch.

Pushing Limits: Nicht nur der Trubel nimmt zu, auch das Säbelrasseln. Wie lautet er denn nun, der Plan für Sonntag in diesem Top-Feld?
Jan Stratmann: Im Wesentlichen macht jeder sein Rennen. Und auch ich muss meine Karten spielen. Die sind sicherlich anders als beispielsweise die von Patrick. Aber der Plan wäre zunächst einmal, möglichst viel Vorsprung fürs Laufen zu haben. Ich bin ein ausgeglichener Athlet – und ich weiß, wo meine Stärken liegen. Letztlich ist das Ziel also recht simpel: Ich möchte in allen drei Disziplinen das abrufen, was ich kann.

Challenge Roth Jan Stratmann Pressekonferenz
Bild: Challenge Roth / Simon Fischer

Pushing Limits: Rudy ist bei der Pressekonferenz mit Bison-Mütze aufgelaufen. Da musst du dir natürlich überlegen, was du da künftig entgegensetzt – oder?
Jan Stratmann: Ja, vielleicht muss ich mir dann doch noch einen Iro frisieren lassen … im Ernst: Es ist nach wie vor eine große Ehre und etwas Besonderes für mich, neben solchen Jungs auf der Bühne bei einer Pressekonferenz zu sitzen. Das ist für mich alles andere als gewohnt. Und in genau in der Position sehe ich mich auch: Ich kann hier nur überraschen – den Druck, performen zu müssen, haben die anderen.

Pushing Limits: Und wie sieht’s mit der Vorfreude auf den Solarer Berg aus? Schon was fürs Selbstgespräch zurechtgelegt?
Jan Stratmann: Ich weiß gar nicht, ob man da überhaupt noch ein Selbstgespräch führen kann – oder ob man mit Gänsehaut und Motivation einfach nur viel zu hart da hochfährt. Das ist vermutlich wahrscheinlicher …

Pushing Limits: Zum Abschluss nochmal zurück zur epischen Musik: Wären dir Hiphop-Beats lieber oder bist du auch eher im Team „epische Gänsehaut Sounds“?
Jan Stratmann: Ich glaube tatsächlich, wenn ich hier morgens am Start stehe, schlägt die Nervosität richtig ein. Dann geht der Puls 20 Schläge höher – und dann darf es auch episch werden. Aktuell bin ich einfach nur voller Vorfreude darauf, die ganze Atmosphäre morgens beim Schwimmstart als zusätzliche Motivation fürs Rennen nutzen zu können. Ich bin bereit!

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