Challenge Roth 2024 – Els Visser: „Das Wort der Saison? Balance!“

Wenn am Sonntag beim Challenge Roth der Startschuss fällt, dann sollte man auch Els Visser auf dem Radar haben. Denn: Was die Niederländerin bisher in der Saison gezeigt hat, war durchaus beeindruckend – von Singapur bis Hamburg. Ein gutes Vorzeichen? (Text: Lena; Bild: Simon Gehr für Allgäu Triathlon)

Wer Els Visser vor dieser Saison nicht auf dem Schirm hatte, der wurde schnell eines Besseren belehrt: erster Platz bei der Challenge Wanaka (MD), zweiter Platz beim Ironman New Zealand (LD), dritter Platz bei der PTO T100 Singapur, erster Platz beim Ironman Cebu (MD) und bei der Challenge Taiwan (MD) … und wer weiß, was beim Ironman Hamburg (LD) noch drin gewesen wäre, wenn nicht ein Defekt die Niederländerin ausgebremst hätte. Wobei: Selbst damit landete die 34-Jährige noch auf Platz fünf. Und spätestens das macht sie zu einer ernstzunehmenden Konkurrentin beim Challenge Roth 2024 am kommenden Sonntag.

Dass Els Visser ganz „bei sich“ ist, merkt man auch bei der Pressekonferenz am Donnerstag der Rother Race Week, dem obligatorischen Auftakt inklusive leichtem Säbelrasseln der Profis. Els hat nicht nur Vorfreude, sondern auch das nötige Selbstbewusstsein im Gepäck nach Roth mitgebracht. Und das dürfte in einem Feld, das mit Anne Haugs spontaner Beteiligung noch einmal ordentlich an Stärke gewonnen hat, spielentscheidend sein …

Pushing Limits: Die Saison läuft bisher ziemlich gut für dich – und es wirkt, als seist du in der Form deines Lebens. Richtiger Eindruck?
Els Visser: Ja, das ist tatsächlich so. Ich konnte so konstant trainieren wie schon lange nicht mehr, war weder verletzt noch erkrankt. Und letztlich ist das der Schlüssel zum Erfolg in einem Sport wie Triathlon. Wenn du dich tagein, tagaus auf das Trainieren konzentrieren kannst, wirst du eben nach und nach besser. Aber hinzukommt, dass ich auch durch all die Rennen in dieser Saison bereits an Fitness gewinnen konnte – nicht nur körperlich, auch mental. Jedes Rennen ist eine neue Herausforderung, die mich stärker macht. Und daran habe ich gerade viel Spaß.

Challenge Roth Els Visser bei der Pressekonferenz
Bild: Challenge Roth/Heike Liedtke

Pushing Limits: Zeigt sich die mentale Fitness dann vor allem mit Blick auf das Selbstbewusstsein im Rennen?
Els Visser: Ja, auf jeden Fall. Und das zusätzlich zu den guten Trainingseinheiten in den vergangenen Wochen. Ich bin so bereit für Sonntag, wie ich nur bereit sein kann. Und ich hoffe, ich zeige genau das.

Pushing Limits: Hat sich durch die spontane Nachmeldung von Anne dein persönlicher Blick auf das Rennen am Sonntag verändert?
Els Visser: Nein, in keinster Weise. Ich kann es total verstehen, dass sie an den Start geht – in ihrer Heimat. Aber ich fokussiere mich auf mein eigenes Rennen und bleibe bei meinem Plan. Vielleicht kommen wir sogar in die Situation, einander ein wenig auf dem Bike helfen zu können. Vorhersagen kann man das leider nicht.

Pushing Limits: Wenn du die Saison bisher in einem Wort beschreiben müsstest, welches wäre das?
Els Visser: Oh, das ist schwierig … aber vermutlich wäre es für mich „Balance“. Ich bin einfach rundum glücklich, trainiere sehr konstant, kann viel racen. Es läuft momentan einfach gut und das genieße ich.

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